Ortsverzeichnis: Siegmundsburg

Werraquelle SiegmundsburgSiegmundsburg grüßt von der Hinteren Werraquelle!

Die Werra wurde nach Grenzöffnung für Aktiv-Reisende auf Sattel und Speiche interessant. Seit 1997 gibt es den durchgängig befahrbaren und beschilderten Werratal-Radweg, der sich zu einem beliebten Fernradweg, von den beiden Werraquellen bis zur Mündung in die Weser, etabliert hat und somit das idyllisch gelegene Dörfchen Siegmundsburg berührt. Siegmundsburg ist ein Ortsteil der Stadt Neuhaus am Rennweg und umgeben von sanften Wiesen und herrlichen Fichtenwäldern, durch die der historische Wanderweg, der Rennsteig führt. Auch der Werra-Burgen-Steig verläuft auf dem Abschnitt Masserberg - Siegmundsburg auf Thüringens beliebtesten Wanderweg.

Wer in Siegmundsburg ankommt, der sollte einen Abstecher zur Hinteren Werraquelle einplanen. Tatsächlich besitzt die Werra nämlich zwei Quellarme, eine bei Fehrenbach und die andere bei Siegmundsburg. Letztgenannte wurde im Jahr 1492 das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Ersterwähnungsjahr 1666 gilt für die Fehrenbacher Quelle - der Vorderen Werraquelle. Die Quellfassung Fehrenbach wurde am 14.08.1898 und die in Siegmundsburg am 21.08.1910 eingeweiht.

Auch den Dreistromstein sollte man auf seiner Wanderung oder Radtour nicht verpassen. Er symbolisiert eine hydrographische Besonderheit und gilt als dreiseitige Wasserscheide der Stromgebiete des Rheines, der Weser und der Elbe. Jede Quaderseite verkörpert die Richtung der Wasserläufe, die zu diesen großen Strömen zusammenfließen. Dieser Obelisk befindet sich ganz in Nähe des Rennsteiges.

Bemerkenswert ist auch der hier zu entdeckende Dreiherrenstein. Er ist einer von 9 am Rennsteig erhaltene Dreiherrenherrensteine, der der 1733 am Saarzipfel bei Siegmundsburg gesetzt wurde. Bis 1920 war das heutige Gebiet von Thüringen in unzählige kleine Grafschaften, Fürsten- und Herzogtümer zersplittert, was einst 13 Dreiherrensteine entlang des Rennsteigs bekundeten. Der Dreiherrenstein bei Siegmundsburg trägt die Wappen der hier aneinander grenzenden Herrschaften: im Norden das Wappen von Schwarzburg-Rudolstadt, im Südosten das Wappen von Sachsen-Coburg und im Südwesten das von Sachsen-Hildburghausen.

Auch die Soldatengräber am Rennsteig bei Siegmundsburg sind erwähnenswert. Sie bezeugen die letzte Ruhestätte jener Soldaten, die in den letzten Kriegstagen im April 1945 in Nähe des Rennsteiges gefallen sind. Gleichzeitig ist es ein Ort der Mahnung an die Schrecken des zweiten Weltkrieges.

Und wer etwas Zeit mitbringt, sollte sich Spaß und Abwechslung an der Tubing-Anlage von Siegmundsburg gönnen. Seit jüngster Zeit gibt es hier sogar eine Schanze, die einen besonderen Kick verspricht. Die Anlage wird Sommer wie Winter betrieben.

Apropos Winter, in der weißen Jahreszeit ist die Region um Neuhaus am Rennweg ebenfalls einen Reise wert. Schließlich zählt sie zu den schneesichersten Gebieten des Thüringer Waldes. Neben dem Skilift von Siegmundsburg findet man zudem auch eine kleine Skiausleihstation und eine Skischule, sogar für die jüngsten Wintersportanfänger.
In der Rennsteigstadt selbst (Näheres unter Neuhaus am Rennweg) trifft man auf weitere touristische Einrichtungen.
Tubing-Anlage Siegmundsburg

Städtische Tourist-Information Neuhaus am Rennweg

Marktstraße 3
98724 Neuhaus am Rennweg
Telefon: 03679/722061 oder 03679/19433
Fax: 03679/700228
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Internet: http://www.neuhaus-am-rennweg.de

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