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Alte Werrabrücke Bad Sooden-Allendorf © Touristinformation Bad Sooden-Allendorf

Bad Sooden-Allendorf

 

Bad Sooden-Allendorf liegt eingebettet in eine sanfte Mittelgebirgslandschaft an den Ausläufern des Hohen Meißners. Die Werra fließt gemächlich durch das Soleheilbad, lockt mit idyllischen Auen und Bruchteichen. Zu Wasser und auf den zahllosen Wander- und Radwegen kann man aktiv die Natur genießen.

Beeindruckend ist auch das Stadtbild: Ganze Straßenzüge und Stadtviertel sind noch in geschlossener Fachwerkbauweise erhalten. Überall gibt es malerische Winkel zu entdecken, der Fischerstad „Klein Venedig“ am Werraufer zum Beispiel oder den Brunnen vor dem Tore. Viele historische Sehenswürdigkeiten erzählen die Geschichte vom Salz (u.a. das Salzmuseum).

Auch in der WerratalTherme profitieren Sie von der Naturkraft der Sole. Den Besucher erwarten 1000 qm Wasserfläche, ein Sole-Außenbecken und eine einzigartige Saunalandschaft mit integriertem historischen Gradierwerk und die angeschlossene Totes-Meer-Salzgrotte.

Alte Werrabrücke Bad Sooden-Allendorf © Touristinformation Bad Sooden-Allendorf

Söder Tor

Kein Fahrzeug und kein Pfund Salz sollten Sooden verlassen, außer durch das Söder Tor. Bis ins 19. Jahrhundert mit einem hohen Zaun verbunden, war das barocke Torhaus aus den Jahren 1704/05 der Zugang zur landgräflichen Saline.

Niemand durfte Salz abtransportieren, ohne Abgaben und Zoll entrichtet zu haben. Trotz aller Vorkehrungen blieb der Betrug nicht aus. Neben Diebstahl und Schmuggel war auch der sogenannte „Salzfrevel“ bekannt, bei dem das Salz durch Zugabe von Wasser schwerer gemacht wurde.

Wer dagegen verstieß wurde ins Gefängnis ins Torhaus gesperrt.

Gradierwerk

Beeinflusst von Sonne und Wind wird der an der großen Oberfläche der Schwarzdornwände des Gradierwerkes abtropfenden Sole Wasser entzogen und bei günstiger Witterung eine um 25 % verdichtete Sole gewonnen.

Das heute letzte (von ehemals 22) noch im Betrieb befindliche Gradierwerk hat eine Länge von 140 Metern, ist 12 Meter hoch und dient ausschließlich Heilzwecken.

Bei der Gradierung werden einzelne Salzteilchen (Ionen) in die Luft versprüht, so dass diese über die Lungen direkt dem menschlichen Organismus zugeführt werden können.

Pfennigstube

Ein Haus für Zoll und Steuern – Zwei Pfennig Zoll hatten die Salzfuhrleute ursprünglich pro geladenem Achtel Salz (etwa 155 Pfund) am Ausgang der Saline an den Zöllner zu entrichten. So bürgerte sich über die Jahrhunderte der Name „Pfennigstube“ ein.

Von hier aus zogen die Fuhrleute, ausgestattet mit einer offiziellen Genehmigung für Transport und Verkauf des Salzes, dem Salzpass, durch das Söder Tor hinaus in die Lande.

Über die Sälzerwege und die großen Handelsstraßen erfüllten sie ihren Auftrag: die Salzversorgung der Landgrafschaft Hessen-Kassel. Um 1730 gab es knapp 350 Salzfuhrleute im Dienste der Saline Sooden.

1. Sole-Badehaus

Bereits im Jahr 1818 gab das Hessische Baudepartement in Kassel seine Einwilligung zum Bau eines mit drei Wannen ausgestatteten Badehauses, einem kleinen Gebäude im klassischen Stil, das noch heute im Kurpark zu besichtigen ist.

Damals waren die Badefreuden noch sehr bescheiden und so entschloss man sich 1905/06 zum Bau des großen Kurmittelhauses nahe der Weinreihe.

Bruchteiche

Nicht weit vom Balzerborn entfernt liegen die Bruchteiche, deren Ufer seit etlichen Jahren mit Wanderwegen und Bänken versehen, als Erholungsgebiet hergerichtet sind.

Die Teiche werden vom Angelsportverein betreut und sind sehr fischreich. Früher befand sich hier Sumpfgebiet, das sogenannte „Bruch“.

Einst erreichte das häufige Hochwasser der Werra dieses Gebiet und bedrohte die Anfänge der Saline. Ab 1909 begann man mit der Ausbeutung der Kieslagerstätten und legte damit den Grundstein für die Bruchteiche.

Diebesturm

Der Diebesturm am Nordostrand der Stadt, wurde im Zuge der Stadtbefestigung im 14. Jahrhundert als Wehr- und Wachturm der Allendorfer Bürger erbaut.

Seinen Namen hat der Turm allerdings erst später erhalten, nachdem er eine Zeit lang als Gefängnis für Diebe genutzt wurde.

Wer gut zu Fuß ist, kann den Diebesturm besteigen, rund 120 Stufen führen bis zur Aussichtsplattform hinauf.

Fischerstad - Klein Venedig

Von der Werrabrücke flussabwärts schauend, sieht man den Fischerstad.

Ursprünglich lag dieser Bereich außerhalb der Stadtbefestigung und diente den Werrafischern als Wohngebiet.

Die am Ufer liegenden kleinen Boote, die dem Bereich seinen Namen „Klein-Venedig“ einbrachten, sind notwendig, weil die Bewohner des Fischerstads nur damit ihre auf der „Insel“ liegenden Gärten erreichen können.

St. Crucis Kirche

An der Stelle an der die heutige St. Crucis-(Heilig-Kreuz-) Kirche steht, soll bereits im 8. Jahrhundert eine hölzerne Kirche gestanden haben.

Im 14. Jahrhundert entstand der Neubau des heutigen gotischen Hauptgebäudes.

Nach dem großen Brand 1637 wurde der insgesamt 65 m hohe Turm mit einem Holzaufsatz, einer Galerie und einem historischen Dreiergeläut versehen.

Kirch- und Bibelgarten

2007 entstand zu Füßen der St. Crucis-Kirche der Bibelgarten. Von den etwa 120 in der Bibel genannten Pflanzen wurden diejenigen ausgewählt, die das nordhessische Klima vertragen.

Der Bibelgarten ist in zwei Ebenen unterteilt: Die obere Etage stellt „Schöpfung und Passion“ floral dar, weiter unten finden sich Früchte des Feldes, Disteln und Dornen.

Spaliere mit blühenden Rosen und Clematis verbinden die Beete und es stehen reichlich Bänke zur Verfügung, um die Schönheit des Ortes zu genießen.

Fachwerkhaus Löwe

Das ehemalige Gasthaus zum Goldenen Löwen (Haus Nr. 29), heute allgemein als Bürgersches Haus bezeichnet, wurde 1639, zwei Jahre nach der Brandkatastrophe des Dreißigjährigen Krieges vom Tuchhändler und Hutstaffierer Jakob Oderwaldt erbaut.

Das Patrizierhaus Löwe ist wohl der bedeutendste Fachwerkbau der Stadt und zählt zu den schönsten Fachwerkhäusern Deutschlands. Seine Errichtung stellt eine außergewöhnliche Leistung dar und ist in seinem heutigen Zustand nahezu unverändert.

Brunnen vor dem Tore

Kein Brunnen wird wohl so häufig besungen, wie der alte Zimmersbrunnen in der Allendorfer Altstadt.

1914 wurde der stattliche Lindenbaum an jener Stelle gepflanzt, wo die bei einem Hagelunwetter am 12. Mai 1912 vom Sturm umgeknickte uralte Linde von 1229 gestanden hat, der (dem Volksmund nach) in den Versen des Volksliedes  „Am Brunnen vor dem Tore“ ein klingendes Denkmal gesetzt worden ist.

Es war der Lyriker  Wilhelm Müller der die Verse des Liedes niederschrieb, zu denen Franz Schubert 1827 die vertraute Melodie komponierte.

Hospitalkapelle

Die evangelische Hospitalkapelle zum Heiligen Geist war wie früher üblich Gottesdienst- und Krankenpflegeraum in einem. 1363 wurde das Hospital erstmals urkundlich erwähnt.

Die Kapelle war ursprünglich ein rechteckiger Saalbau mit einem Tonnengewölbe, die im 15. Jahrhundert aufgestockt wurde. Später wurde nach Westen hin ein großes Gebäude mit gotischem Tor angebaut.

Im oberen Bereich der Kapelle findet man gotische Fresken aus dem Leben der heiligen Elisabeth, die als Vorbild für den Dienst an hilfsbedürftigen Menschen galt.

Rathaus

Zu der Vielzahl der herrlichen Fachwerkbauten in der Badestadt gehört auch das Rathaus am Marktplatz in Allendorf.

1637 – im 30jährigen Krieg – wurde es zusammen mit der Stadt zerstört. Bereits ein Jahr später erwarb Allendorf ein Soodener Fachwerkhaus, um es auf den Grundmauern des um 1500 erbauten gotischen Rathauses wieder aufzustellen.

1690 entstand der östliche Anbau als sogenanntes Tuchhaus. Im vorderen Untergeschoß befindet sich der Ratskeller. Ein Glockenspiel am Turm des Rathauses erklingt Montag bis Donnerstag um 11.00 Uhr und 17.00 Uhr und Freitag um 11.00 Uhr und 15.00 Uhr.

Kontakt

Tourist-Information
Landgraf-Philipp-Platz 1-2
37242 Bad Sooden-Allendorf

Telefon: +49 (0) 5652 9587 – 0
Telefax: +49 (0) 5652 9585 – 129