Kiessee Barchfeld Immelborn

Barchfeld-Immelborn

Barchfeld

Am Fuße des Thüringer Waldes und nahe der Rhön liegt Barchfeld, ein Ort mit über 1000jähriger Tradition. Die zentrale Lage ist die Ursache für die weit zurückreichende Geschichte des Ortes mit einer Ersterwähnung 933. Besiedelt war der Platz schon früher, wie prähistorische Funde belegen. Die Verleihung des Marktrechtes im Jahre 1694 gab der Entwicklung des Ortes wichtige Impulse.

Die Herren von Barchfeld – in erster Linie das Geschlecht von Stein – waren Lehensmänner der Grafen von Henneberg. Das Stein´sche Schloss ist ein Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert. Der zum Verlies ausgebaute Turm ist heute eine Sehenswürdigkeit von Barchfeld. Von 1690 – 1732 erfolgte der Bau des Landgräflichen Schlosses zu Hessen.

Auch die jüdische Gemeinde hat das Bild von Barchfeld bereits seit dem 16. Jahrhundert mitgeprägt. Sie waren als Kaufleute und Händler tätig und hatten entscheidenden Anteil an dem wirtschaftlichen Gedeihen der Gemeinde. Ihr Anteil an der Bevölkerung des Ortes betrug zeitweise über 10%. Zu Beginn der NS-Zeit lebten in Barchfeld noch ca. 60 jüdische Bewohner. Nach Angaben der internationalen Holocaust Gedenkstätte in Jerusalem sind  48 gebürtige bzw. längere Zeit in Barchfeld ansässig gewesene Jüdinnen und Juden Opfer der NS-Gewaltherschaft geworden. Am 27. November 1988 wurde eine Gedenkstätte für die ehemaligen jüdischen Bürger des Ortes eingeweiht. Sie befindet sich auf dem jüdischen Friedhof.

Auf Grund der frühen Industrialisierung von Barchfeld, die bereits mit Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte, hat sich der Ort von einem typischen Klein- und Mittelbauerdorf zu
einem Industrie- und Gewerbestandort entwickelt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfügt Barchfeld über zwei Gewerbegebiete sowie einer intakten Infrastruktur, durch die günstige Verkehrsanbindung durch die Bundesstraßen 19 und 62.

Doch nicht nur die Entwicklung des Gewerbes wird vorangetrieben, nein auch die Lebens- und Wohnqualität wird stetig verbessert. So entstanden neben neuen Wohngebieten auch Einkaufsmärkte, ein neues Feuerwehrgerätehaus sowie ein Sport- und Freizeitzentrum. In Barchfeld wirken zurzeit 30 Vereine, welche das kulturelle und sportliche Leben der Gemeinde bereichern.

Neben zahlreichen Beschäftigungsmöglichkeiten im Ort (Kegelbahn, Bibliothek, Spielplätze und eine Klein-Sportanlage) ist Barchfeld ein beliebter Ausgangspunkt für (Wasser)Wanderungen oder Radtouren. So führt z. B. der Werratal-Radweg direkt durch den Ort. Über diesen Weg, vorbei am Naturschutzgebiet „Erlensee“, gelangt man in die Kurstadt Bad Salzungen oder über den Heimatsgrund bis ins Altensteiner Oberland von Bad Liebenstein, Schweina und Steinbach.

Technisches Denkmal Malsch & Volkert

Das technische Denkmal der 1924 gegründeten Firma Malsch & Volkert befindet sich unmittelbar am Werratal-Radweg. Es befindet noch heute (fast) im Originalzustand und wird vom örtlichen Geschichtsverein betreut. Die beiden Firmengründer Otto Malsch und August Volkert begannen ihre Unternehmung in einem Wirtschaftgebäude des Stein´schen  Unterhofes.

Das Fertigungsprogramm umfasste Ösen und Hohlnieten die aus endlosen Messing- und Stahlblechbändern gezogen und auf Doppelständer-Exzenterpressen mit selbständigem Walzenvorschub hergestellt wurden. Sämtliche Maschinen wurden von einem Elektromotor über Transmissionen angetrieben. Alle für die Produktion erforderlichen Werkzeuge wurden im Haus konstruiert und im eigenen Werkzeugbau hergestellt.

Absatzmärkte: Papier-, Schuh-, Elektro-, Radio-, Fahrzeugelektrik und Metallwarenindustrie in Deutschland – sowie Export nach Frankreich, Belgien und Österreich.

Ab 1976 wurde der Betrieb durch Martha Amm, Tochter von August Volkert, bis zu seiner Stilllegung im Jahr 1990 weitergeführt. 1994 stellte das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege die Fabrikanlage  unter Schutz.

Bei telefonischer Voranmeldung ist eine Besichtigung möglich.

Telefon: 036961/70918

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Immelborn

Im Jahre 1302 wure Immelborn erstmals urkundlich erwähnt. Immelborn liegt im reizvollen Tal der Werra und schmiegt sich langgestreckt an die abfallende Terrasse der kuppenreichen Vorderrhön. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Übelroda, Ettmarshausen und Hauenhof. Immelborn verfügt über eine intakte Infrastruktur, günstige Verkehrsanbindung über die Bundesstraße 62 sowie Bahnanschluss. Bei dem Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ belegte Immelborn vordere Plätze. Im Rahmen der Dorferneuerung entstand im Ortsteil Übelroda ein Dorfgemeinschaftshaus, welches auch als Ausflugsziel beliebt ist.

Immelborn ist von den vogelreichen Naturschutzgebieten Erlensee bei Ettmarshausen, dem Forstloch am Hauenhof als auch von zahlreichen Waldgebieten umgeben. Seit 1936 brüten jährlich Weißstörche in der Gemeinde. Sie haben ihr Nest auf dem alten Ziegeleischornstein in der Ortsmitte. Das Storchennest zählt zu den erfolgreichsten Brutplätzen Südwestthüringens.

Naherholungszentrum Immelborn mit Campingplatz

Das Naherholungszentrum Immelborner Seen erfreut sich besonders in den Sommermonaten großer Beliebtheit. Zwei Badeseen bieten nicht nur beste Bademöglichkeiten, sondern auch genügend Platz für die Ausführung der verschiedensten Wassersportarten. Wanderwege laden zu Spaziergängen in den Thüringer Wald und in die Rhön ein. Der neuerbaute Pleßturm ist ein beliebtes Ausflugsziel.