Kieselbach

Der Ortsteil Kieselbach, mit seinen 1473 Einwohnern (Stand 20.10.2015) liegt 239,5 m über dem Meeresspiegel, am Fuße des Krayenbergs, einem nordwestlichen Ausläufer des Thüringer Waldes.

Der genaue zeitliche Ursprung des Ortes ist kaum noch aufzudecken, allerdings lässt seine Lage im fruchtbaren Werratal auf eine uralte vorgeschichtliche Siedlung schließen. Es kann angenommen werden, dass diese Gegend bereits in der jüngeren Steinzeit, also schon um 2000 v. u. Z. besiedelt war.

Nicht nur die unmittelbare Nähe zur Krayenburg, die als Burgfeste bereits im 8. Jahrhundert bestand, sondern auch die wissenschaftlich erforschte Einteilung der Ortsnamen mit den Endungen -au, -born, -bach und -berg lassen die Anlage des Ortes Kieselbach, das in alten Urkunden oft als „Kyßilnbach“ geschrieben wurde, schon um das Jahr 800 n. u. Z. vermuten. Am 18. Juni 1155 wurde der Ort Kieselbach erstmals erwähnt.

Die heute denkmalgeschützte Kirche von Kieselbach wurde 1551 zum ersten Mal erwähnt. Eine der Glocken trägt die Jahreszahl 1462. Diese Glocke wurde wahrscheinlich von der verbürgten Kapelle auf der Krayenburg in die Kirche überführt.

Urkundlich ist belegt, dass Graf Adam von Beichlingen während seiner Amtszeit 1535 bis 1538 in Kieselbach ein Zeughaus und eine Richtstätte, die heutige Dorflinde, erbauen und ein Halseisen anbringen ließ. Nach einer Komplettsanierung konnte die „Linde“, im Jahre 2009, wieder von der Bevölkerung in Besitz genommen werden.

Ende April 1992 gründete sich der „Country-Club-Kieselbach“. In den folgenden Jahren baute der Club in unzähligen Arbeitsstunden einen alten Steinbruch auf der Trift zu seinem Vereinsdomizil, dem „Canyon“, aus. Die Veranstaltungen in diesem „Schmuckstück“ machten Kieselbach in der Szene landesweit bekannt.

1993 unterzeichneten die Bürgermeister Manfred Grob (Kieselbach) und Wolfgang Wollny (Merkers) den Vertrag über die Einheitsgemeinde Merkers – Kieselbach damit verlor Kieselbach seine Selbstständigkeit als Gemeinde. Schließlich ging diese Einheitsgemeinde gemeinsam mit Dorndorf und seinen Ortsteilen ab dem 31.12.2013 in der neugegründeten „Krayenberggemeinde“ auf.