Lauchröden mit Brandenburg im Hintergrund

Lauchröden

Lauchröden, seit 2004 ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Gerstungen, liegt an der Mündung der Elte in die Werra. Hieraus leitetet sich wahrscheinlich auch der Name des Ortes ab – „luch“ und „ried“ – welcher so viel bedeutet wie „Sumpf“. Der Ort liegt am Fuße der wohl schönsten Burgruine in Thüringen, der Brandenburg. Sie ist als Doppelburg angelegt, wird laufend liebevoll saniert und als Schauplatz eindrucksvoller Feste und Veranstaltungen genutzt.

Seine erste Erwähnung findet Lauchröden in einer Urkunde aus dem Jahr 1144. Sie beschreibt den Bau der Kapelle des Heiligen Martin. Etwa in die gleiche Zeit fällt auch die Entstehung der benachbarten Brandenburg. Über Jahrhunderte war die Entwicklung des Dorfes folglich von den Herren der Brandenburg geprägt.

Der Ort wuchs kontinuierlich, sodass im Mittelalter bereits 600 Menschen in Lauchröden gelebt haben müssen. Sie siedelten vor allem rund um die St. Martinskirche, wo sich auch der historische Ortskern entwickelte. Noch heute erinnert die stattliche gotische Martinskirche mit ihren hohen Maßwerkfenstern und massivem Turm an das Repräsentationsbedürfnis der Adligen.

Im Ort existierten außerdem große adlige Gutshöfe, von denen heute leider nur noch wenige Reste erhalten sind. Wie an der sogenannten „Kemenate“ sind noch historische Details zu entdecken. Das Dorf hat immer den einst dort wohnenden Herren gehört. Als die Burg verfiel, entstanden mehrere Adelsgüter im Dorf. Zwei Gutshäuser sind noch erhalten.