Reurieth

Betrachtet  man den Ortsteil Reurieth aus der Luft, so sieht man, dass es aus zwei Ortsteilen besteht und die  Werra scheinbar die Grenze des „Hübe- und „Dübedorfes“ bildet, dem fränkischen „Rugerit“ links und dem slawischen „Windiskin Rugerit“ rechts des Flusses.

Die Umgebung von Reurieth lädt Natur- und Wanderliebhaber zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Durch Reurieth führen der Werratalradweg, der Keltenradweg und der Werra- Burgen-Steig (www.werra-burgen-steig.de). Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Reuriether Felsen; eine Bergsturzlandschaft, ähnlich dem Eingefallenen Berg bei Themar. Von hier hat man einen herrlichen Blick ins Werratal. Am Fuße des Höhnberges befindet sich das „Leinhaase-Häusle“.  Ein weiterer bevorzugter Wanderweg ist der Weg entlang der Werra (Brunkel genannt) von Reurieth (Drübendorf) nach Trostadt. Seit 2003 ist es möglich, entlang des Naturlehrpfades „Jagdhaus Reurieth-Brünnhoftal“ mit der Thematik „Einheimische Pflanzen und Tiere, Geologie, Jagd und Geschichte“ zu wandern.

Im Ortsteil Reurieth befindet sich ein Haltepunkt der Bahnstrecke Meiningen – Eisfeld, die z.Z. von der Südthüringenbahn betrieben wird.

Die Kirche von Reurieth ist geprägt von einem spätromanischen Chorturm mit bemaltem Gewölbe sowie einem Anbau mit bemalter Holzdecke von 1596; einem barockes Langhaus und einem spätgotischen Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert.

Von der einstigen Burg sind noch vereinzelt Mauerreste sowie der Turm erhalten.

Klosteranlage Trostadt

Fährt man von Reurieth auf dem Werratal-Radweg weiter Richtung Grimmelshausen und Themar, durchquert man den kleinen Reuriether Ortsteil Trostadt.

Hier findet man heute noch die baulichen Überreste des Chorfrauenklosters des Prämonstratenserordens. Nach der Reformation wurde Trostadt aufgrund der Säkularisation zum Gutshof.  Herrschaftsmäßig gehörte der Ort im Amt Themar zunächst zur Grafschaft Henneberg, nach 1583 zu verschiedenen sächsischen Herzogtümern und von 1826 bis 1918 zu Sachsen-Meiningen. 1920 kam er zum Land Thüringen.

In der ehemaligen Öl- und Getreidemühle wird heute das Landhotel „Klostermühle“ mit Gaststätte betrieben. Der liebevoll gestaltete Innenhof lädt zu einer Rast am Werratal-Radweg ein.